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Fördermittel für barrierefreies Wohnen

Jeder möchte selbstständig in den eigenen vier Wänden leben, solange es möglich ist. Bei Einschränkungen in der Bewegung können Stufen z.B. plötzlich zum Problem werden. Doch jeder Umbau kostet Geld. Zur Förderung von Maßnahmen, mit deren Hilfe Barrieren reduziert werden, stellt die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW verschiedene Fördermittel zur Verfügung.

Nutzen Sie die Fördermittel für barrierefreies Wohnen

2021 deutliche Fördermittelerhöhung
Investitions­zuschuss der KfW für Barriere­redu­zierung (455-B)

Zuschüsse für Maßnahmen zur Reduzierung von Barrieren können von privaten Eigentümern und Mietern bei der KfW beantragt werden.

2021 stehen mehr Mittel zur Ver­fügung! Das Bundes­ministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat die verfüg­baren Förder­mittel um 30 Millionen auf insge­samt 130 Millionen Euro erhöht. Damit reagieren das BMI und die KfW auf die anhaltend hohe Nach­frage nach finan­zieller Förderung für barriere­reduzierende Maßnahmen.

Quelle: KfW

Link: Hier geht es zum KfW- Förderprogramm "Altersgerecht Umbauen" (455-b)

Hinweis:
In den letzten Jahren ist es immer wieder vorge­kommen, dass die zur Verfügung stehenden Mittel schon zur Jahres­mitte ausgelaufen waren und somit keine Förde­rungen mehr bewilligt wurden. Aus diesem Grund bietet es sich immer an Förde­rungen in der ersten Jahreshälfte zu beantragen.

Förder­mittel der KfW (Kredit­anstalt für Wieder­aufbau)

Alters­gerecht umbauen

Dieses KfW-­Programm fördert alle Maß­nahmen, die Barrieren reduzieren und das Wohnen angenehmer machen. Das Besondere dabei ist, dass die Förderung sogar unab­hängig vom Alter und jeglicher Einschrän­kung (z.B. Behinde­rungen) der Nutzer ist.

Rechtzeitige Antrag­stellung

Entscheidend ist immer, dass Sie den Antrag auf die Förderung vor Beginn der Umbauten stellen. Andernfalls verfällt der Anspruch. Informieren Sie sich daher rechtzeitig, welche Möglichkeiten Sie für Ihre Bau­maßnahmen in Anspruch nehmen können.

Was wird gefördert?

Werden durch den Umbau Barrieren reduziert und damit ein bequemeres Wohnen ermöglicht, können Sie dabei unterstützt werden. Konkret wird beispiels­weise der Umbau von Sanitär­räumen, der Einbau von Aufzügen, das Anpassen von Wohnungs­grundrissen oder die Verbesserung von Gebäude- bzw. Wohnungs­zugängen gefördert. Auch viele weitere Maßnahmen können entweder mit zins­günstigen Darlehen (159) finanziert werden oder es kann ein Zuschuss (455) beantragt werden. Dabei müssen je nach Maßnahme technische Mindest­anforderungen berück­sichtigt werden.

Förderung von Einzelmaßnahmen zur Barrierereduzierung

Einzelmaß­nahmen zur Barriere­reduzierung

  1. Wege zu Gebäuden und Wohnumfeld­maßnahmen
    • Wege zu Gebäuden, Garagen, Sitz- und Spielplätzen sowie zu Entsorgungs­einrichtungen
    • Umbau und Schaffung von altersgerechten Kfz-Stellplätzen sowie deren Überdachung
    • Umbau und Schaffung oder Überdachung von Abstellplätzen für Kinderwagen, Rollatoren/­Rollstühle oder Fahrräder
    • sonstige Wohnumfeld­maßnahmen in bestehenden Gebäuden ab 3 Wohneinheiten
  2. Eingangs­bereich und Wohnungs­zugang
    • Abbau von Barrieren im Hauseingangs­bereich und bei Wohnungs­zugängen
    • Schaffung von mehr Bewegungs­fläche
    • Wetterschutz­maßnahmen wie Überdachungen
  3. Überwindung von Treppen und Stufen
    • Einbau, Nachrüstung oder Verbesserung von Aufzugs­anlagen
    • Treppenlifte
    • barriere­reduzierende Umgestaltung von Treppenanlagen
    • Rampen zur Überwindung von Barrieren
  4. Umgestaltung der Raum­aufteilung und Schwellen­abbau
    • Änderung des Raumzuschnitts von Wohn- und Schlafräumen, Fluren oder Küchen
    • Verbreiterung von Türdurch­gängen mit Einbau neuer Innentüren
    • Schwellenabbau
    • Erschließung oder Schaffung von Terrassen, Loggien oder Balkonen
  5. Badumbau
    • Änderung der Raum­aufteilung des Bades
    • Schaffung bodengleicher Duschplätze einschließlich Dusch(-klapp)sitze
    • Modernisierung von Sanitärobjekten (WC, Bidets, Waschbecken und Badewannen)
  6. Sicherheit, Orientierung, Kommunikation
    • Altersgerechte Assistenz­systeme (z. B. für Bedienungs- und Antriebs­systeme für Türen, Rollläden, Fenster, Beleuchtung, Heizung)
    • Modernisierung von Bedien­elementen
    • Einbau von Stütz- und Haltesystemen einschließlich Maßnahmen zur Nachrüstung
    • Maßnahmen zur Verbesserung der Orientierung und Kommunikation wie zum Beispiel Beleuchtung, Gegensprech- oder Briefkasten­anlagen
  7. Schaffung von Gemeinschafts­räumen, Mehrgenerationen­wohnen
    • Umgestaltung von bestehenden Flächen zu Gemeinschafts­räumen oder Schaffung von Gemeinschafts­räumen

Quelle: KfW - Altersgerecht Umbauen – Kredit

Förderung von Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz

Einzelmaßnahmen zum Einbruchschutz – gefördert in Altersgerecht Umbauen

  • Einbau einbruch­hemmender Haus- und Wohnungs­eingangs­türen nach DIN EN 1627 oder besser
  • Einbau von Nachrüst­systemen für Haus- und Wohnungs­eingangstüren (z. B. Türzusatz­schlösser, Querriegel­schlösser mit/ohne Sperrbügel)
  • Einbau von Nachrüst­systemen für Fenster (z. B. aufschraubbare Fensterstangen­schlösser, drehgehemmte Fenstergriffe, Bandseiten­sicherungen, Pilzkopf­verriegelungen)
  • Einbau einbruch­hemmender Gitter und Rollläden
  • Einbau von Einbruchs- und Überfall­meldeanlagen (z. B. Kamerasysteme, Panikschalter, Personen­erkennung an Haus- und Wohnungstüren, intelligente Türschlösser)
  • Einbau von Türspionen
  • Baugebundene Assistenz­systeme (z. B. (Bild-)Gegen­sprechanlagen, Bewegungsmelder, Beleuchtung, baugebundene Not- und Rufsysteme)

KfW Investitionszuschuss (455-E)

  • bis zu 1.600 Euro Zuschuss für Maß­nahmen zum Einbruch­schutz in Bestands­gebäuden
  • für alle, die Ihr Eigen­heim vor Einbruch schützen wollen
  • erst Antrag im KfW-Zuschussportal stellen und dann mit dem Vorhaben starten und sofort Zuschuss­höhe erfahren

Seit 2019 hat sich folgendes geändert:

  • Die Arbeiten zum Einbruchschutz müssen durch ein Fach­unternehmen ausgeführt werden
  • Einbau von Nachrüst­systemen für Haus- und Wohnungs­eingangstüren (z. B. Türzusatz­schlösser, Querriegel­schlösser mit/ohne Sperrbügel)
  • Materialkosten bei Eigenleistung werden nicht mehr anerkannt
  • Infraschall-Alarmanlagen sind nicht förderfähig
  • Bestimmte Smarthome-­Anwendungen mit Einbruch­meldefunktion werden jetzt auch gefördert
  • Baugebundene Assistenz­systeme, wie zum Beispiel Gegen­sprechanlagen, werden nur noch im Produkt Barrierereduzierung (455-B) gefördert.

Quelle: KfW - Altersgerecht Umbauen – Investitions­zuschuss

Link: Hier geht es zum KfW- Förderkredit "Altersgerecht Umbauen" (159)

Link: Hier geht es zum KfW- Förderzuschuss "Altersgerecht Umbauen" (455-b)

Barrierereduzierung - 455-B - das hat sich seit dem 01.04.2019 geändert:
- Nur ein Fachunternehmen führt die Reduzierung von Barrieren durch
- Bei Eigenleistung werden Kosten für das Material nicht länger anerkannt
- Die Teilung der Wohnfläche (barriere­reduzierende Maßnahme) wird gefördert


Sonstige Förderungen

Pflege­versicherungen der Kranken­kassen fördern unter bestimmten Voraus­setzungen Bau­maßnahmen in Richtung Barriere­freiheit mit finanziellen Zuschüssen:

Alle Angaben ohne Gewähr.

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